Hands On – Klever Edition #1: Range Extender

Dieser Artikel ist Teil einer Testserie zum Klever X-Speed Pinion (2020)

Unter der Rubrik „Hands On“ stelle ich neu erworbene Ausrüstung oder sonstigen Firlefanz kurz vor und beschreibe die ersten Eindrücke. Im Rahmen des „Klever Betatests“ im Mai 2020 geht es hier natürlich auch ums X-Speed Pinion und alles, was da so dranhängt.

Der Range Extender ist Klevers Antwort auf den energiebezogenen Heißhunger von S-Pedelecs. Wie schnell sind doch bei 45 km/h selbst die 850wh des momentan größten Akkus leer! Bei Klevers Lösung handelt es sich allerdings nicht um eine Erweiterung des angeschlossenen Energiespeichers, sondern um eine Ortlieb Front Roller Gepäckträgertasche mit Zweitakku.

voila: 1420wh. Rechts 570, links der große Bruder. Dahinter die Ortlieb Front Roller Gepäckträgertasche.

Der Front Roller ist mit dem Klever-Logo versehen und einer Schaumstoffpolsterung ausgekleidet. Der Akku wird in diese „gestellt“. Dadurch ist die Tasche sowohl für den 570er- als auch den 850er-Speicher geeignet, da letzterer nur ein wenig mehr in der Höhe aufbaut. Auch beim 850er bleibt allerdings noch ordentlich Fleisch nach oben – ich könnte mir vorstellen, dass die Tasche auch ausreichend Platz für den 1200er-Akku bietet, der 2021 kommen soll.

Das Innenleben der Ortlieb-Tasche: Die Schaumstoffpolsterung. In ihr schläft hier gerade der 850er-Akku.

Die Vorteile

  • Keine bauliche Veränderung notwendig: Jedes Klever-Rad kann ohne lästiges Kabel ziehen, Akkuhalterung anbauen etc. mit dieser Lösung ausgestattet oder „nachgerüstet“ werden.
  • Der Zusatzakku kann je nach Bedarf mitgeführt werden. Lange Tour? Tasche hin. Kurze Route? Tasche weg.
  • eine Lösung für alle Klever-Akkus.
Den 1200wh-Prototyp wollten sie mir nicht leihen. 😦

Die Nachteile

  • Keine bauliche Fixierung am Rad. Wird das SPed irgendwo in der Öffentlichkeit angeschlossen, muss die Tasche mitgenommen werden. Ansonsten tut’s ein anderer…
  • Weniger Gepäckmitnahme. Dass der Extender eine Gepäckträgerstrebe besetzt, erinnert mich etwas an günstige Dual-SIM-Handys. Du kannst wählen, ob SIM und SD-Karte, oder Dual-SIM. So hat man auch hier die Wahl: Entweder kurze Reichweite und viel Stauraum (1 Akku, 2 Taschen) oder hohe Reichweite und wenig Stauraum (2 Akkus, 1 Tasche)
  • Es bleibt „nur“ ein Zweitakku. Im Gegensatz zu Extenderlösungen, die direkt ans System angeschlossen werden können, heißt es bei Klevers Variante: Akku 1 leerfahren – anhalten – Akku 2 auspacken – Akkus tauschen – Akku 1 einpacken – Akku 2 leerfahren. Kann manchmal nerven. Muss aber nicht.

Fazit

Klevers Range Extender ist mit dem gebrandeten Ortlieb Front Roller eine schicke Lösung, einen Zweitakku mitzuführen – mit allen Vor- und Nachteilen, die ein Zweitakku mit sich bringt. Eine vernünftige Diebstahlsicherung gibt es nicht. Ich persönlich verzichte meist auf die Ortlieb und stecke den Ersatzspeicher in eine meiner Vaude Aqua Back-Taschen, da ich sonst zuviel Stauraum verschenken würde. Ist allerdings auch keine brillante Lösung: so muss ich beim Akkutausch natürlich auch immer fast die gesamte Tasche entleeren, bevor ich an den Energiespeicher komme.

Was wäre eine Alternative? Vielleicht eine Akkuhalterung auf einer abschließbaren Racktime-Platte, welche man auch noch per Kabel ans System anschließen kann? Dadurch hätte man echte 570-850wh mehr, es wäre auch ein rudimentärer Diebstahlschutz vorhanden und zwei Gepäckträgertaschen würden auch noch ans Rad passen. Sähe bestimmt albern aus. Wäre aber auch wahnsinnig toll 🙂

2 Kommentare zu „Hands On – Klever Edition #1: Range Extender

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