Der erste Pendeltag mit dem Klever X-Speed Pinion

Heute, am Montag, war Schluss mit lustig: der erste Pendeleinsatz stand an.

Sehr freundlich von den Klever-Leuten, uns Testfahrern das X-Speed Pinion an einem Freitag vorbeizubringen. So hatte man übers Wochenende genügend Zeit, sich mit dem Vehikel vertraut zu machen und auf Tuchfühlung zu gehen. So war das Platz nehmen auf dem Sattel, Schaltung und Antriebscharakteristik schon etwas vertraut und man konnte die Aufmerksamkeit anderen Dingen widmen.

Kernaufgabe der heutigen Hinfahrt: Mit möglichst wenig Eigenleistung die Höchstgeschwindigkeit erreichen. Quasi bei höchster Unterstützung ein purer Stresstest für Akku und Motor.

Ich muss mich an dieser Stelle entschuldigen, dass ich im Dienste der Wissenschaft natürlich keine Fotopausen machen konnte und deshalb viel Text heute hier rumhängt. Der Auflockerung wegen ein paar nichtssagende Schnappschüsse zwischenrein:

Zur Erinnerung hier nochmals mein Streckenprofil:

  • 23 km einfach
  • 90% Überland
  • flach
  • asphaltiert

Gestartet wurde bei guten Bedingungen: Sonne, 10° auf dem Thermometer und nahezu windstill.

Heute soll es um die nackten Zahlen gehen, deshalb nur soviel: Der Biactron V2 braucht erstaunlich wenig Eigenleistung, um mich mit 45 km/h in die Arbeit zu schieben. Das schlägt sich aber natürlich im Verbrauch nieder: nach genau 33 Minuten bin ich am Ziel angekommen, der SoC (Akkustand) war auf 46% gesunken.

Natürlich bin ich hier einer selbst auferlegten Objektivität verpflichtet. Aber: alter Schwede! Was für ein Schnitt! Und was für ein Energieverbrauch!

Als alter Mittelmotor-Veteran begeistert diese Geschwindigkeitsklasse ungemein, ist ja klar. Aber trotz Motivation konnte ich mich am Riemen reißen (haha! „Riemen!“ Hat das Radl ja auch!) und konnte meinen Elan soweit bremsen, dass ich dem Motor immer nur so viel Eigenleistung geliefert habe, dass er mich maximal unterstützt. Mission schweißfrei zum Job: check! Nein, es gibt kein Beweisfoto.

Schon zur Mittagspause hatte das Ladegerät den Akku wieder vollgeschaufelt. Und das war bitter nötig, denn für die Rückfahrt wählte ich einen nicht unerheblichen Umweg. Jetzt durfte der 850er-Akku mal zeigen, wieviel Kilometerleistung bei voller Unterstützung in ihm stecken. Umweltbedingungen: Auch diesmal relativ windstill bei ca 20°. Hier die Erkenntnisse der Rückfahrt:

  • Unter 10% SoC unterstützt das X-Speed maximal mit Stufe 2 von 3 (mit etwas mehr Eigenleistung immer noch 45 km/h möglich)
  • Unter 5 % SoC geht nur noch Stufe 1 (ca 40 km/h möglich. Ich nenne sie liebevoll „Bosch“-Stufe.)
  • Ab 2 % fährt das Radl nur noch mit rudimentärer Unterstützung auf „Stufe 0“

Als ich die 2%-Marke erreicht habe, erklärte ich den Reichweitentest für beendet – man muss ja nicht mit Gewalt an die untere Kapazitätsgrenze gehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich eine Strecke von ziemlich genau 41 km hinter mir.

Blöderweise war ich zu diesem Zeitpunkt noch 7 km von Zuhause entfernt. Also 850er-Akku raus und den 570er-Ersatzakku rein. Kurz hatte ich Sorge, ob die Klever-Crew mir versehentlich nur einen Dummy eingepackt hat, aber nach Systemstart leuchtete es sogleich beruhigt auf:

Die restliche Rückfahrt brachte mich zum Schmunzeln: Unter der Last des starken Nabenmotors schmolz der 570er-Akku nur so dahin.

Fazit: Ein Tag mit perfekten Bedingungen, um mal das Grundpotenzial des X-Speed Pinion mit 850wh-Akku auszuloten. Klever gibt auf seiner Seite eine minimale Reichweite von 35 km an. Dies ist auch durchaus als realistisch anzusehen und keinesfalls schöngerechnet. Finde ich gut und wichtig.

2 Kommentare zu „Der erste Pendeltag mit dem Klever X-Speed Pinion

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