Was bisher geschah…

Haibike XDURO Trekking S 5.0

Im Mai 2018 war es so weit: es klingelte an der Tür und der Postbote hatte ein unhandliches Paket neben sich: ein nagelneues Haibike XDURO Trekking S 5.0 – mein Einstieg in die Welt der schnellen Pedelecs!

Haibike XDURO Trekking S 5.0 (2017)

  • Bosch Performance Speed 2017
  • Akku: Bosch Power Pack 500
  • Display: Bosch Intuvia
  • Schaltwerk: Shimano Deore XT M8000, 11-Gang
  • Bremsen: Magura MT4
  • Reifen: Schwalbe Energizer Pro

Aber wie bin ich überhaupt an diesen Punkt gekommen? Dafür müssen wir noch ein wenig weiter zurück gehen:

Wir schreiben das Jahr 2017. Mein täglicher Weg zur Arbeit dauert mit dem Auto eine halbe Stunde. Gerne würde ich meine Pendelstrecke mit dem Radl bewältigen, aber die Distanz von knapp 25 km und der damit verbundene Zeitaufwand ist mir zu hoch. Das macht man vielleicht ein paar Mal im Jahr, im Sommer und mehr aus Spaß. Zumal dann vor Arbeitsantritt nochmal Duschen angesagt wäre. Aber ich möchte eine alltagstaugliche Lösung.

Das Pedelec, landläufig „Ebike“, ist damals auch schon erfunden. Elektrische Unterstützung würde zumindest das Duschproblem lösen. Aber durch die Abriegelung auf 25 km/h läge die Fahrzeit immer noch bei einer ganzen Stunde, also doppelt so lang wie im Auto. Somit ist auch diese Idee rasch ad acta gelegt.

Bleibt noch eine Fahrzeuggattung, die den Spagat zwischen Fahrrad und Kraftfahrzeug schlägt: Das Speed-Pedelec, kurz S-Pedelec oder, um die korrekten deutschen Klassifizierungen zu verwenden: L1e-A bzw. L1e-B.

Bis jetzt weiß ich folgendes über diese Gattung: Es ist ein E-Bike, das schneller fährt und deswegen ein Moped-Kennzeichen hat. Aber da muss doch noch mehr dran sein…

Nach monatelanger Recherche, bei der sich die Community in verschiedenen Blogs und allen voran im pedelecforum.de als äußerst hilfreich erwiesen haben, tauche ich in die Materie ab und komme zu dem Schluss: Rechtlich gesehen ist die ganze S-Pedelec-Geschichte ein heilloses Durcheinander. Das liegt vor Allem daran, dass nur 1% aller verkauften Ebikes S-Pedelecs sind und der Gesetzgeber hier dementsprechend ambitioniert agiert. Diejenigen Piloten, die von ihren Erfahrungen berichten, haben alle einen Weg gefunden, wie sie persönlich mit den Vorgaben umgehen und diese im Alltag umsetzen.

Eines haben sie jedoch durch die Bank gemeinsam: Sie sind alle hellauf begeistert von ihren Fahrzeugen und ärgern sich über jeden Tag, an dem sie nicht mit dem S-Pedelec pendeln können.

Aufgrund der vielen positiven Erfahrungen und auch aus eigenem Pioniergeist habe ich daraufhin beschlossen, dem S-Pedelec eine Chance zu geben.

Warum aber genau dieses Haibike? Tolle Marke, gute Komponenten, klasse Service? Die Realität ist so einfach wie ernüchternd: Das Vorjahresmodell war zu einem unschlagbar günstigen Preis zu bekommen.

…womit wir schon bei einem der großen Faktoren für die geringe Verbreitung der S-Pedelecs sind: Wenn ich an diesem Verkehrsmittel interessiert bin, lege ich dann mal eben fünf Riesen für einen kleinen Stromer auf den Tisch – nur, um mal auszuprobieren, ob ich den in der Realität überhaupt fahren kann? Wohl kaum. Genauso ging es mir auch. Auch mein verhältnismäßig „günstiger“ Abverkaufspreis war keine Summe, die man mal auf gut Glück raushaut.

Zurückblickend auf die letzten zwei Jahre und nach 8000 km reihe ich mich jedoch wie selbstverständlich in den Kreis derer ein, die sagen: das Pendeln mit dem S-Pedelec ist für mich eine Steigerung der Lebensqualität, die ich auf keinen Fall missen möchte.

Warum das so ist, weshalb das S-Pedelec vielleicht auch für euch interessant sein könnte und welche Erfahrungen man in der Praxis mit diesem Gefährt sammelt, das soll Thema dieses Blogs sein.

Veröffentlicht von speeder's corner

Betreiber von speederscorner.com - Blog für S-Pedelec-Kultur in Deutschland. Hier schreibe ich über die allgemeine Situation aber auch meine persönlichen Erlebnisse mit dem schnellen Pedelec im ganzjährigen Pendeleinsatz.

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